Roger Federers mentale Stärke

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Unglaublich! Wer sich den Krimi von Roger Federer gegen Tommy Haas vom letzten Montag angeschaut hat, der weiss jetzt, was mentale Stärke ist.

Bei einem 7:6, 6:4 und 4:3 Rückstand im dritten Satz, hat Roger Federer seinen mentale Schalter umgelegt und Tommy Haas dann nach fünf Sätzen doch noch geschlagen.

Klar, die einen mögen jetzt sagen, dass der Weltranglisten Zweite einfach ein besserer Tennisspieler ist.

Ich bin der Meinung, dass ganz oben auf dem Gipfel, dort wo die Luft dünn ist, sei es jetzt im Tennis oder im Skisport oder aber in der Wirtschaft, die besten 10 ein ähnlich gutes Können aufweisen und fast gleich stark sind. Schlussendlich entscheidet die mentale Stärke.

Es gibt sogar Sportpsychologen die behaupten, dass der Sport zu 70% im Kopf entschieden wird, zu 28% spiele die körperliche Verfassung eine Rolle und nur zu 2% die Technik.

Was musste bei Roger Federer mental abgehen, damit er den Schalter umlegen konnte?

Ich bin leider noch nicht sein Mentaltrainer 😉 , aber mögliche Ansätze zu seinem Wendepunkt im Spiel könnten folgende Möglichkeiten gewesen sein:

  • sich in den optimalen Leistungszustand bringen – seine Mitte finden. Das heisst, auf der einen Seite nicht in die Passivität sinken (zu ruhig, zu müde, zu träge werden) und auf der anderen Seite nicht zu Aktiv sein (überreizt oder nervös werden). Und dies alles auf der körperlichen, der mentalen und der emotionalen Ebene. Dafür braucht es Entspannungs- wie auch Aktivierungsmethoden.
    Bei einem kaum aufzuholenden Rückstand, ist dies eine Meisterleistung. Dies kann natürlich geübt werden und zeigt auch, dass Federer das Mentaltraining total beherrscht.
  • sich durch Selbstinstruktionen (Selbstgespräche) motivieren.
  • sich auf das Zielbild zu fokussieren. Federer hat noch nie das French Open gewonnen. Es ist daher ziemlich sicher, dass der Sieg des French Opens als Zielbild bei Federer vorhanden und verankert ist. Nimmt er dieses Bild im richtigen Augenblick hervor und visualisiert es wie im Training, werden ungeahnte Kräfte mobilisiert, die zum Sieg führen können.

Ich bewundere diese aussergewöhnliche Leistung und gratuliere Roger Federer zum Sieg. Wenn er dieselbe mentale Stärke für den Rest des Turniers aufrechterhalten kann, dann erreicht er ganz gewiss sein Ziel! Und wie sein Zielbild aussieht, werden wir sehr wahrscheinlich am kommenden Montag in den Zeitungen sehen 😉 .

Egal ob Spitzensportler/in, Freizeitsportler/in, Hausfrau, Manager/in oder Unternehmer/in: der Erfolg beginnt im Kopf, denn die mentale Stärke entscheidet über Sieg oder Niederlage, über Erfolg oder Misserfolg.

Wer seine mentale Stärke verbessern möchte, meldet sich einfach beim Holistic-Coach.

Bis dann also