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Schritt für Schritt zu Deinem Leben

Vom Misstrauen zum (Selbst-) Vertrauen

Donnerstag 11. Juni 2009 von Joe Taugwalder

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“Das Vertrauen ist eine zarte Pflanze. Ist es einmal zerstört, so kommt es so bald nicht wieder.”
(Otto Fürst von Bismarck)

Ein schönes Zitat, dass uns Herr von Bismarck hier liefert, mit dem ich aber nur halb einverstanden bin.

Das Vertrauen ist tatsächlich wie eine Pflanze. Bei manchen Menschen ist es eine zarte Pflanze und bei anderen Menschen vielleicht ein grosser Baum, der kaum erschüttert werden kann, je nach Urvertrauen.

Das Urvertrauen entwickelt das Baby und das Kleinkind, wenn es zum Beispiel  gut versorgt wird, wenn es etwas braucht und wenn eine Bezugsperson für das Kind da ist, wenn es umfällt und sich wehtut. Und wenn es in den folgenden Kinderjahren so weitergeht, kann das Vertrauen zu einem starken Baum werden.

Kriegt ein Kind von seinen Bezugspersonen dies alles nicht mit oder wird das Vertrauen sogar missbraucht, so fehlt diesem Menschen das Urvertrauen und es entsteht tatsächlich eine zarte Pflanze, die leicht erschüttert werden kann.

Vertrauen oder Misstrauen?

„Ist das Vertrauen einmal zerstört, so kommt es so bald nicht wieder.”

Jein, ist meine ganz persönliche Meinung.

Was ist denn das Gegenteil von Vertrauen? Genau, Misstrauen. Und soll ein Mensch jetzt, wo er mal enttäuscht worden ist und das Vertrauen verloren hat, bis ans Ende seines Daseins in Misstrauen leben?

Eine andere Frage. Was denkst Du, hat eine bessere Schwingung, eine stärkere Energie, lässt Dich besser fühlen und charismatischer wirken – Vertrauen oder Misstrauen?

Es kann doch wirklich nicht sein, wenn ein Mensch das Vertrauen verloren hat, nur noch im Misstrauen lebt, oder? Wenn Du vielleicht das Gefühl hast, dass Du in einem Bereich Deines Lebens das Vertrauen verloren hast, vielleicht im Bereich der Beziehungen, der Finanzen oder in den Staat, dann überlege Dir doch mal, ob Du in den letzten zwei Jahren, trotz dieses Misstrauens, nicht auch enttäuscht worden bist.

Sehr wahrscheinlich, bist Du trotzdem enttäuscht worden. Denn das Misstrauen ist kein Gegenmittel, das Dich vor Enttäuschungen schützt. Ganz im Gegenteil!

Wenn Du misstrauisch bis, dann hast Du quasi Angst, in einem bestimmten Bereich das letzte Fünkchen Vertrauen zu verlieren oder Du erwartest sogar, dass Dich Deine Partner, die Politiker oder die Banker enttäuschen.

Du gibst Energie in etwas, was Du nicht willst, ja, was Du sogar vermeiden möchtest. Aber indem Du Energie in etwas steckst, nährst Du es – wie eine zarte Pflanze! Und diese Pflanze des Misstrauens wächst und Du ziehst solche Situationen an, die Dich bestätigen werden. So treu nach dem Gesetz der Anziehung!

Es ist Deine Entscheidung

Es liegt ganz an Dir zu entscheiden, ob Du eine Pflanze des Misstrauens oder ein Baum des Vertrauens nähren möchtest.

Es ist Deine Entscheidung, ob Du Dich gut fühlen möchtest oder ängstlich auf die neue Enttäuschung warten möchtest.

Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es tatsächlich nicht einfach ist, verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen. Aber ich weiss auch, dass es möglich ist. Und ich weiss auch, wie es sich anfühlt, wenn das Vertrauen zurückkommt, wenn Du Dir selber wieder vertrauen kannst, dem Leben vertrauen kannst und Menschen, die Dir wichtig sind, wieder vertrauen kannst.

Es ist ein sehr, sehr gutes Gefühl. :-)

Vertrauen aufbauen

Wenn Du möchtest, versuche doch heute mal in irgendeinem Bereich, bewusst Vertrauen wahrzunehmen. Sei es in Deiner Beziehung zu einem Menschen, zu Dir selber oder einfach in Dein Leben. Und wenn Du Lust hast, machst Du morgen weiter. Jeden Tag, Schritt für Schritt.

Nach kurzer Zeit wirst Du dann erkennen, ob Du Vertrauen schenkst oder ob Du Vertrauen erhältst. Denn auch hier solltest Du auf das Gleichgewicht von Geben und Nehmen achten.

Und so kann Dein Vertrauen, stetig wachsen und gedeihen und zu einem grossen, starken Baum anreifen.

Lebe Dein Leben!

Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 11. Juni 2009 um 15:40 und abgelegt unter Allgemeines, Gesetz der Anziehung, Lebe Dein Leben. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

2 Kommentare über “Vom Misstrauen zum (Selbst-) Vertrauen”

  1. Renate Taugwalder schrieb:

    Hallo Joe
    Weiterhin viel Freude und Erfolg auf diesem Blog!
    Finde es superschön, was Du schreibst und ich möchte gerne meine Meinung betreffend “Vertrauen” mitteilen.
    VERTRAUEN heisst eigentlich, dass Etwas den positiven oder erwarteten Verlauf einnimmt, dessen vorhanden sein einer positiven Handlungsalternive erwartet. Und dies unterscheidet Vertauen von Hoffnung….also ist Vertrauen auch eine Hoffnung?..somit wäre Vertrauen ein erwarten an ..trauen–stark–fest..worin? Du beschreibst ein Kleinkind, dass keine Chance hat, wenn es diese Stärke, das Vertrauen, die Liebe.. nicht erhält. Ich war so ein Kind und Du wertest. Ist es nicht unser eigener Wille in dieses Leben zu kommen, um genau diese Wertvorstellungen zu meistern? Und aus wlcher Emotion wird gewertet? Aus Liebe oder Angst?

    Und: Vertrauen und Misstrauen sind für mich absolut kein Widerspruch, sondern stehen in “Abhängigkeit von der gegebenen Situation”. Wir haben uns ausgesucht in der Dualität zu leben, und sollten auch bereit sein ohne zu werten den Mitmenschen so anzunehmen wie er ist.
    Für mich steht “Vertrauen” in Liebe zum Ganzen und Misstrauen in Angst zur Manipulation (und nicht nur Medien, sondern gerade die Menschen, denen wir “VERTRAUEN”)
    Nebenbei möchte ich Dir Danken für die Worte: “Don’t be so fucking serious”, und Dir auch Frank! wir sind alle Menschen und auf der Suche zum Besten! ;-)
    alles Liebe Renate

  2. Joe Taugwalder schrieb:

    Hi Renate
    Danke für Deine Gedanken zum Vertrauen.

    Vertrauen ist für mich ein Gefühl, welches man nur im Hier und Jetzt (der Gegenwart) empfinden kann, das von der Vergangenheit geprägt wurde und die Zukunft beeinflusst.

    Ich glaube, dass Misstrauen dadurch entsteht, weil man enttäuscht worden ist – sei es von einem anderen Menschen, dem Leben, von sich selbst. Und enttäuscht kann man eigentlich nur werden, wenn man Erwartungen hegt. Und sobald das Vertrauen in Zukunftswünsche projiziert wird, geht es für mich in das Thema der Hoffnung.

    Du hast recht, wir leben in der Dualität und wir haben ALLES in uns – Yin und Yang, Vertrauen und Misstrauen, Liebe und Angst/Hass, und und und. Ich glaube auch, dass Misstrauen heutzutage oft aus Angst zur Manipulation entsteht. Wir werden ja ständig manipuliert, in der Politik, in der Werbung, in Ladengeschäften, in den Medien und ja, auch von unseren Liebsten. Nur letztere werden das Handwerk der Manipulation nicht gelernt haben und dies sicherlich unbewusst tun ;-) !

    Du siehst, das Vertrauen ist so ein einfaches und gleichzeitig so komplexes Thema, wie es die Liebe auch ist. Es gibt bestimmt soviele Meinungen (Realitäten) darüber, wie es Menschen auf der Welt gibt.

    Was ich mir aber sicher bin, ist, je mehr positive Erfahrungen wir machen, desto grösser wird unser Vertrauen (es wächst und kann zu einem grossen starken Baum werden) – und dies gilt für ALLE!

    Auch Dir wünsche ich alles Liebe

    Joe

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