Liebe durch Selbstliebe oder liebe Deinen nächsten, wie Dich selbst!
Donnerstag 18. März 2010 von Joe Taugwalder
Man hört und liest zurzeit so viel über das Thema der Liebe. Liegt es am nahenden Frühling und den Frühlingsgefühlen oder ist es einfach diese Zeit, in der wir Menschen uns auf diesem Planeten befinden? Vielleicht ist es ja aber auch nur die Resonanz, weil dies ein Thema von uns ist. Und wenn Du dies liest, könnte es ja vielleicht auch sein, dass Du in Resonanz zu diesem Thema stehst.
Wie auch immer. Mir geht es in diesem Beitrag nicht nur um die Liebe, die wir für jemanden empfinden, sondern um die Liebe, die wir für uns selber empfinden – die Selbstliebe.
Wieso denn das, magst Du Dich vielleicht fragen? Schon wieder so etwas Egoistisches! Wie die viel gepriesene Aussage: Du bist für Dich der wichtigste Mensch auf dieser Welt. Ja, entweder Du kannst damit etwas anfangen und liest weiter, oder …
Meine Überzeugung ist, dass wir immer nur geben können, was wir selber auch haben. Spüre ich keine Freude in mir, kann ich auch keine Freude ausstrahlen und weitergeben. Bin ich ausgelaugt und energielos, kann ich auch keine Energie weitergeben (bei der Arbeit oder zu Hause).
Wenn ich also davon ausgehe, dass ich nur geben kann, was ich habe und ich sage, dass ich Dich liebe, heisst das ja auch, dass ich mich selber lieben müsste.
Wieso haben aber so viele Menschen Mühe damit zu sagen, dass sie sich selber lieben. In meinen Coachings merke ich das oft, wenn ich mit den Klienten EFT oder DOKS anwende. Bei diesen Techniken fängt man mit dem Einstimmungssatz an: ich liebe und akzeptiere mich, so wie ich bin. Oft bin ich schon bei diesem Satz bei einem wichtigen Thema angelangt!
Was aber kann man tun, um sich selber lieben zu lernen? In diesem und auch in den nächsten Beiträgen, möchte ich immer wieder Inputs dafür geben.
Hier der erste Tipp, den Robert Betz oft in seinen Vorträgen erwähnt.
Schaue Dich täglich für 10 – 15 Minuten im Spiegel an. Und zwar nicht, wie die Haare jetzt sitzen oder die Schminke aussieht. Sondern schaue Dich an, schau Dir in die Augen. Wen siehst Du da? Was für Gedanken gehen Dir durch den Kopf? Beobachte einfach, was IN Dir abgeht – welche Gedanken kommen, was für Gefühle habe ich dabei. Mache diese Übung für die nächsten 30 Tage. Und wenn Du mal knapp in der Zeit bist, dann kannst Du auch ausnahmsweise die Zeit auf 5 Minuten kürzen. Gehe dann einen Schritt weiter und schaue Dich in einem grossen Spiegel an, so wie Dich Gott (und Du Dich selber) geschaffen hat. Ja, ganz genau, ich meine natürlich nackt.
Für diese Übung kannst Du auch EFT/DOKS anwenden und alle negativen Gedanken und Gefühle aufschreiben und gleich beklopfen. So kommst Du natürlich viel schneller an Dein Ziel, Dich selber lieben zu lernen.
Passende Affirmationen dazu sind:
Ich liebe und akzeptiere mich, so wie ich bin.
Ich liebe und ich werde geliebt.
Ich liebe das Leben und das Leben liebt mich
Ich wünsche Dir von Herzen viel Liebe und Akzeptanz Dir gegenüber. Denn denke immer daran – Du kannst nur geben, was Du hast.
Leb
Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 18. März 2010 um 10:43 und abgelegt unter Allgemeines, EFT - Klopfen, Liebe. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

Donnerstag 18. März 2010 um 17:54
Schön geschrieben Master Joe
Freitag 19. März 2010 um 11:19
Danke, Master Yoda
Samstag 20. März 2010 um 21:55
Lieber Joe,
ich kann Dir nur voll und ganz zustimmen. Alles fängt bei Dir an, auch die Liebe. Du bist der Mensch, mit dem Du den Rest Deines Lebens verbringen wirst. Das Beste, was Du also für Dich tun kannst, ist, Dich selbst so zu lieben, Dich selbst so zu akzeptieren, Dich selbst so anzunehmen, wie Du bist. Damit machst Du Dir selbst ein großes Geschenk.
Und gleichzeitig ist es auch das größte Geschenk, das Du anderen machen kannst, denn erst wenn es Dir selbst gut geht kannst Du wirklich etwas geben, erst dann kommt es von Herzen. Und das spüren auch die anderen und können das, was Du für sie tust, leichter annehmen.
Wenn Du liebevoll mit Dir selbst umgehst, wenn Du Dich um Deine eigenen Bedürfnisse kümmerst, wenn Du Dich glücklich fühlst, dann schaust Du Dich auch gerne um und fragst: »Wie kann ich meine Freude teilen? An wen kann ich sie weitergeben?« Wenn Du gut gelaunt bist, kannst Du auch eine gute Stimmung verbreiten; wenn Du Dich stark fühlst, kannst Du auch anderen Kraft geben; wenn Du Dich wohl fühlst, kannst Du auch anderen mit Wohlwollen begegnen. Dadurch wird die Liebe, die Du für Dich selbst empfindest zur wichtigsten Voraussetzung für die Liebe, die Du anderen entgegenbringen kannst.
Herzliche Grüße,
Jürgen
Montag 22. März 2010 um 08:07
Lieber Jürgen
Vielen Dank für Deinen Kommentar und Deine Ergänzung.
Ich finde dies ein schönes Bild, sich selber und auch gleichzeitig anderen das grösste Geschenk zu machen, indem man sich selber liebt oder einfach zu schauen, dass es einem selber auch gut geht.
Leider gibt es viele Menschen, die sich selber schlecht behandeln und sich fragen, warum sie von anderen schlecht behandelt werden.
Wäre schön, wenn Du durch Deinen Blog und ich durch meinen, einigen dieser Menschen die Augen zu öffnen.
Liebe Grüsse
Joe
Montag 22. März 2010 um 11:35
Ja, tatsächlich das Wichtigste was ich tun und lernen kann.
Aus eigener Erfahrung weiss ich wie schwierig es ist, zu dieser Erkenntnis zu gelangen. Den Unterschied zwischen Egoismiuss und Selbstliebe zu erkennen.
Vielleicht mag es dem einen oder anderen Blog-Leser auch so ergehen. Dann frage ich dich Folgendes:
Wie oft hast du deinem Partner, Kind, Freunden, Eltern etc. einen Gefallen getan ohne dass du dazu wirklich Lust gehabt hättest? Du warst dann vermutlich nur „halbherzig“ dabei und mit dem Kopf bei der Sache die du gerne tun würdest. Ist das fair?
Wie wäre es gewesen wenn du offen gesagt hättest ich möchte dies jetzt nicht. Sei mir nicht böse ich habe keine Lust dazu?
Könnte es sein, dass du nicht ehrlich warst weil du mit der Reaktion oder dem Denken deiner Mitmenschen nicht konfrontiert werden wolltest?
Frage dich jetzt nochmals welche Situation egoistischer ist.
Wir können und müssen niemanden verändern, wir können niemandem die Augen öffnen. Es geschieht einfach wenn ich mich ernst und wichtig nehme, wenn ich mich jeden Moment lieben kann, egal was das Leben gerade bietet. Ich kann mich auch dafür lieben wenn dies dann nicht klappt! Ich glaube, erst dann wollen wir nichts mehr verändern. Weil wir die Liebe und das Verständnis für unsere Mitmenschen , egal wie sie sind und was sie tun, erst mit unserer eigenen vollen Akzeptanz aufbringen können.
Dann geschieht Heilung von selbst.
Sei liebevoll mit dir
Silvia
Dienstag 23. März 2010 um 08:09
Liebe Silvia
Danke für Deine interessanten Gedanken.
Ich glaube der Grat zwischen Selbstliebe und Egoismus ist hier, aber nicht so schmal, wie wir denken. Wie Du auch schreibst, wenn man plötzlich anfängt, mehr an sich und seinen Energiezustand zu denken und auch jemandem mal einen “Gefallen-Tun” abschlägt, so ist man für die betroffene Person schnell mal egoisitisch. Was wir dann mit dieser Anschuldigung machen, ist unser Problem. Nehmen wir sie an, so wie sie vielleicht gemeint wurde und lassen uns wieder in das Schema X drücken oder nehmen wir die Information nur als solche auf, nämlich als Information, wie uns jemand sieht? Wir haben immer die Wahl.
Liebe Grüsse
Joe
Dienstag 30. März 2010 um 09:12
Ich arbeite daran
Dienstag 8. Juni 2010 um 09:04
Ein freundliches Hallo aus Wien,
zu all interessanten Ausführungen hier – kann und will ich mich auch noch anhängen.
Aufgewachsen mit immerwährenden Abwertungen meiner Mutter, war es eine logische Konsequenz, dass ich zu einer Erwachsenen – ohne jegliche Selbstliebe heranwuchs. Die Folge: Beziehungen zu Männern, die mir meinen Mangel herrlich spiegelten. Auf der Suche, Liebe im Aussen zu finden – scheiterte ich kläglich. Ich spürte, es kann nicht sein, dass ich mit unglaublicher Treffsicherheit, die “falschen” Männer in mein Leben zog. Dann machte ich mich auf den (oft mühsamen) Weg, mir selbst zu begegnen, mich selbst anzunehmen und mich lieben zu lernen.
Heute bin ich eine strahlende, lebensfrohe Frau, die (nein, ich habe keine speziellen Ausbildungen absolviert, bin kein Coach, bin einfach Mensch und habe aus meinem Leben gelernt
. War einige Jahre in Gruppentherapie und bin im Nachhinein noch für jede Stunde, die ich mir geleistet habe, dankbar!) ) immer besser “ja” zu sich selbst sagen kann.
Seit fast zwei Jahren habe ich aus meinem Mangel eine Tugend gemacht und führe eine Selbstliebgruppe (mit mittlerweile 300 Mitgliedern) in Wien.
Es ist schön, wunderschön, wenn zur Realität wird, wovon man jahrelang geträumt hat: Liebe im Leben zu erfahren, zu spüren. Sie ist da in mir – noch gehe ich ohne Partner durch´s Leben – aber – nicht mehr bedürftig, nicht mehr auf der Suche. Ich brauch nicht mehr im Aussen suchen, was ich schon in mir habe.
Und wie Jürgen so treffend/schön und wahr geschrieben hat:
“Wenn Du liebevoll mit Dir selbst umgehst, wenn Du Dich um Deine eigenen Bedürfnisse kümmerst, wenn Du Dich glücklich fühlst, dann schaust Du Dich auch gerne um und fragst: »Wie kann ich meine Freude teilen? An wen kann ich sie weitergeben?« Wenn Du gut gelaunt bist, kannst Du auch eine gute Stimmung verbreiten;”
Ja, dem stimme ich zu
“Die Saat für unser Glück im Leben, ist die Liebe, die wir weitergeben…”
In diesem Sinne, lieben Gruss
Nana
Donnerstag 15. Juli 2010 um 10:57
Liebe Nana
Herzlichen Dank für Deinen schönen und ehrlichen Post. Ich gratuliere Dir, dass Du es geschafft hast, eine strahlende, lebensfrohe und selbstbewusste Frau zu sein. Wie Du schreibst, ist der Weg dahin oft mühsam und er lohnt sich auf jeden Fall, oder?
Eine tolle Selbstliebegruppe hast Du da auf die Beine gestellt. Durch Deine Selbstliebe hast Du vielen Menschen Liebe und Mut geschenkt. Mach weiter so!
Alles Liebe
Joe