Einfach keine Zeit!

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Ich habe einfach keine Zeit!

Ja, diesen Spruch hört man doch ziemlich oft und wenn ich ehrlich bin, verwende auch ich diese Aussage hie und da wieder.

Ein Freund von mir wollte mich immer wieder zum Sport animieren, was eine gesunde Beschäftigung wäre. Und es war erstaunlich, was mir für spontane und immer besser werdende Ausreden in den Sinn kamen. Ich fühlte mich schon bald als Schlagfertigkeitskönig 🙂 . Aber sobald die Ausreden dann doch langsam dünner wurden, musste auch ich zur allgemein gültigen Ausrede greifen – sorry, aber ich habe keine Zeit!

Für mich ist diese Aussage einfach nur ein Synonym für „dafür habe ich keine Lust“ oder „ich habe meine Prioritäten anders gesetzt“.

Aber wieso sagen wir dies denn nicht gleich geradeaus? Haben wir Angst, dass wir jemanden verletzen, wenn wir ihm sagen, dass wir keine Lust haben, mit ihm zu joggen? Oder ist es vielleicht noch verletzender, wenn wir sagen, dass wir keine Zeit haben? Aber am meisten bescheissen wir uns selber damit!

Die Zeit ist die einzige Ressource, die für alle Menschen gleich gerecht verteilt ist. Für Kinder und Schüler, für Männer und Frauen, für Angestellte und Manager, für Unternehmer und Hausfrauen, für Lehrer und Eltern.

Ich habe erst kürzlich einen Artikel über einen Vortrag eines Topmanagers eines grossen Weltkonzerns gelesen. Dieser Mann hatte, nebst der Führung von tausenden von Mitarbeitern und eines Grosskonzerns, noch genügend Zeit für eine erfüllende Partnerschaft und ein glückliches Familienleben.

Wie geht denn das, mag man sich denken? Dieser Mann hat einfach seine Prioritäten ganz klar festgelegt und zwar darauf, was für ihn wichtig ist und ihm Kraft gibt. Und dies sind seine Frau und seine Kinder. Und da sind wir wieder bei dem genialen Zitat angelangt: du kannst nur geben, was du hast!

Wenn dieser Topmanager also seine Kraft nicht auftanken könnte, indem er die Zeit mit seiner Familie verbringt, wie sollen dann seine Mitarbeiter seine Power spüren?

Also wenn wir daraus etwas lernen können, dann dass wir unsere Prioritäten auf das legen, was wir gerne machen und was uns Kraft gibt – das ist das Wichtige in unserem Leben! Und dann ist die Kunst an der Geschichte, dass wir das, was uns wichtig ist auch leben und nicht von dem verdrängen lassen, was dringend und meist auch unwichtiger ist.

Was ist Dir in Deinem Leben wichtig? Was macht Dir Spass? Was bringt Dein Herz zum Singen? Und was gibt Dir Kraft?

Entscheide Dich jetzt, heute einen dieser Spass-Faktoren oder dieser Kraft-Rezepte zu leben – und zwar nur für Dich!

Lebe Dein Leben

Übrigens: Andreas hat mich zu diesem Artikel inspiriert. Vielen Dank dafür 😉