Die Kunst dem Herzen zu folgen

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Schnell hat man es doch gesagt: Hör einfach auf Dein Herz und folge ihm!

Aber Hallo! Hat jemand eine Bedienungsanleitung die mir zeigt, wie das gehen soll? Wie merke ich denn, dass ich meinem Herzen folge? Was für ein Gefühl stellt sich da ein?

Dass es eben doch nicht so einfach ist, habe ich in letzter Zeit selber erfahren müssen.

Wenn man sich aber der Ruhe hingibt und sich in der Meditation in mögliche Situationen hineinversetzt, spürt man sehr genau, wohin das Herz will.

Spätestens wenn der Verstand wieder einsetzt, kommt auch der Zweifler mit ins Spiel, der all unsere Herzens-Träume zunichte macht und uns wieder mit dem Kopf leben lässt.

Ja, manchmal ist es wirklich nicht einfach, seinem Herzen zu folgen. Oft hängt man am Bestehenden, möglicherweise hat das Herz mehrere Optionen offen, manchmal muss man etwas loslassen und in einigen Fällen sogar sein ganzes Leben auf den Kopf stellen.

Aber was kommt danach? Wenn ich mich dem Herzen hingebe und ihm folge, wird dann alles besser? Bin ich dann zufriedener, bin ich frei? Oder ist alles komplizierter und gar nicht besser als vorher?

Leider kann man das im Voraus nicht sagen. Diese Sicherheit hat man einfach nicht! Wir Menschen sind ja von zwei Grundmotiven gesteuert: Freude erzeugen und Schmerzen vermeiden. Und darum ist es auch schwierig, das Alte loszulassen, weil das in der Regel Schmerzen verursacht und wir nicht die Sicherheit haben, dass das Neue mehr Freude erzeugen wird, als die Schmerzen es wären.

Und so denke ich, dass dies sicher einer der Gründe ist, warum viele von uns nicht das Leben des Herzens leben, sondern immer im gleichen Beruf stecken, dem gleichen Hobby nachgehen, im selben Geschäft einkaufen, und so weiter.

Aber dann gibt es da ja noch einen Nachteil! Wenn man sein Herz öffnet, um ihm zu folgen, sind wir ja verletzlich, angreifbar.

Ist man das aber nur mit einem offenen Herzen? Kann man mit „Mauern“ um das Herz nicht verletzt werden? Okay, es ist vielleicht nicht derselbe Schmerz, aber verletzlich sind wir allemal. Ob wir verschlossen oder offen sind.

Ich habe mich selber erwischt, wie ich mich denken hörte, dass es doch leichter sei, mein Herz zu verschliessen und dafür den Schmerz nicht ertragen zu müssen.

Aber Nein! Eben gerade diese Verletzlichkeit anzunehmen und mit einem tiefen Vertrauen, dass es gut und besser ist, meinem Herzen zu folgen, führt mich in die Freiheit, mein Leben authentisch zu leben.

Für alle Hürden, die ich dabei überwinden muss und alle Prüfungen, die mir das Leben stellt, bin ich von ganzem Herzen dankbar. Denn dies zeigt mir immer wieder, dass es sich lohnt.

Geniesse Dein Leben 😉