Ich wünsche Dir Zeit

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Eigentlich ist das Jahresende eine verrückte Zeit. Draussen wird es langsam kälter, dunkler und somit auch ruhiger. Die Natur macht ihren Winterschlaf, steht fast still und wir Menschen, bereiten uns auf das besinnliche, ruhige und harmonische Weihnachtsfest vor. Aber in dieser Zeit, ist bei uns Menschen nichts mit Ruhe und Harmonie. Wir hetzen und rennen durch den Dezember und manchmal wünschten wir uns einfach mehr Zeit. Eigentlich wäre es ja ganz einfach! Man müsste nur wieder mal Nein sagen können, sich wieder mal etwas Zeit nehmen, auf seine innere Stimme hören und etwas für seine Bedürfnisse tun. Kraft tanken, um gestärkt wieder weiter zu schreiten.

Ich muss mich immer wieder an der Nase nehmen und mich schon fast zwingen, einen Gang runterzuschalten. Diese Zeit nutze ich dann, um mich zu besinnen und das ablaufende Jahr Revue passieren zu lassen und Pläne für das kommende Jahr zu schmieden.

Und da bin ich über ein Gedicht gestolpert, das mir in dieser Zeit hilft und das ich gerne mit Dir teilen will.

Ich wünsche Dir Zeit

Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrigbleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, das heisst, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!

Ich wünsche Dir Zeit

aus:    Elli Michler,  „Dir zugedacht“
Wunschgedichte
© Don Bosco Verlag, München 2010 – 20. Auflage
www.ellimichler.de.

In diesem Sinne, wünsche ich Dir eine ruhige und besinnliche Adventszeit. Geniesse die ruhigen Stunden, um Dich selber zu verwöhnen oder Dich verwöhnen zu lassen.

Geniesse Dein Leben

Das Schöne am Leben

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Manchmal, wenn wir in einer Krise stecken, dann sehen wir alles nur noch Schwarz oder wenigstens Grau. Unser Blick ist meistens auf den Boden gerichtet und wir wälzen uns in unseren schlechten Gefühlen. Und wenn wir uns noch etwas Gutes tun wollen, dann tun wir uns selber sogar noch leid.

Und dann kommt da plötzlich ein Mensch, voller Freude und Optimismus und sagt: wie ist doch das Leben schön. Du sollst das Leben geniessen. Geh raus und beobachte, freue Dich und geniesse die Freiheit.

Okay!?! Je nachdem wie viel Bock oder Kraft man gerade hat, aus seinem Loch zu kriechen, schiesst man so einen Vorschlag auf den Mond oder man nimmt ihn dankbar an.

Und genau darum geht es. Je dunkler die Wolken um uns sind, desto mehr müssen wir versuchen, die kleinen, schönen Dinge des Alltags zu erkennen und zu geniessen. Ich weiss, manchmal ist es einfacher, sich in seinem Schmerz zu suhlen.

Ich möchte nicht, dass Du die schlechten Gefühle unterdrückst. Aber solange wir uns in ihnen wälzen und uns darauf konzentrieren, kommen wir bestimmt nicht raus. Denn die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Und wenn Du immer nur auf das negative Gefühl konzentriert bist, dann ziehst Du noch mehr Situationen an, die Dir ein schlechtes Gefühl bringen werden.

Also versuchen wir doch das Schöne rund um uns herum zu sehen und zu geniessen. Das Schöne in unserem Leben, das Schöne in unserem Alltag. Es sind die kleinen Dinge, die täglich unser Herz zum Lachen bringen können.

Der Sonnenaufgang am Morgen, ein Regentropfen, der an Deinem Fenster runterkullert, ein schöner Song im Radio, das Vogelgezwitscher oder ein Schmetterling, der an Dir vorbeifliegt. Ein Lächeln eines Unbekannten auf der Strasse, ein Gedanke an einen liebevollen Menschen oder die Umarmung Deines Kindes. Der Cappuccino am Morgen oder das Schaumbad am Abend. Der angenehme Duft in Deiner Wohnung oder die weisse Orchidee, die Dich vielleicht an die Liebe erinnert.

Es gibt so viele Schöne Dinge in unserem Leben, dass wir es kaum noch sehen können. Und wenn wir die kleinen Dinge nicht sehen und schätzen, wie sollten wir dann das Grosse überhaupt erkennen und schätzen?

Lebe und geniesse Dein Leben 😉

Die Kunst dem Herzen zu folgen

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Schnell hat man es doch gesagt: Hör einfach auf Dein Herz und folge ihm!

Aber Hallo! Hat jemand eine Bedienungsanleitung die mir zeigt, wie das gehen soll? Wie merke ich denn, dass ich meinem Herzen folge? Was für ein Gefühl stellt sich da ein?

Dass es eben doch nicht so einfach ist, habe ich in letzter Zeit selber erfahren müssen.

Wenn man sich aber der Ruhe hingibt und sich in der Meditation in mögliche Situationen hineinversetzt, spürt man sehr genau, wohin das Herz will.

Spätestens wenn der Verstand wieder einsetzt, kommt auch der Zweifler mit ins Spiel, der all unsere Herzens-Träume zunichte macht und uns wieder mit dem Kopf leben lässt.

Ja, manchmal ist es wirklich nicht einfach, seinem Herzen zu folgen. Oft hängt man am Bestehenden, möglicherweise hat das Herz mehrere Optionen offen, manchmal muss man etwas loslassen und in einigen Fällen sogar sein ganzes Leben auf den Kopf stellen.

Aber was kommt danach? Wenn ich mich dem Herzen hingebe und ihm folge, wird dann alles besser? Bin ich dann zufriedener, bin ich frei? Oder ist alles komplizierter und gar nicht besser als vorher?

Leider kann man das im Voraus nicht sagen. Diese Sicherheit hat man einfach nicht! Wir Menschen sind ja von zwei Grundmotiven gesteuert: Freude erzeugen und Schmerzen vermeiden. Und darum ist es auch schwierig, das Alte loszulassen, weil das in der Regel Schmerzen verursacht und wir nicht die Sicherheit haben, dass das Neue mehr Freude erzeugen wird, als die Schmerzen es wären.

Und so denke ich, dass dies sicher einer der Gründe ist, warum viele von uns nicht das Leben des Herzens leben, sondern immer im gleichen Beruf stecken, dem gleichen Hobby nachgehen, im selben Geschäft einkaufen, und so weiter.

Aber dann gibt es da ja noch einen Nachteil! Wenn man sein Herz öffnet, um ihm zu folgen, sind wir ja verletzlich, angreifbar.

Ist man das aber nur mit einem offenen Herzen? Kann man mit „Mauern“ um das Herz nicht verletzt werden? Okay, es ist vielleicht nicht derselbe Schmerz, aber verletzlich sind wir allemal. Ob wir verschlossen oder offen sind.

Ich habe mich selber erwischt, wie ich mich denken hörte, dass es doch leichter sei, mein Herz zu verschliessen und dafür den Schmerz nicht ertragen zu müssen.

Aber Nein! Eben gerade diese Verletzlichkeit anzunehmen und mit einem tiefen Vertrauen, dass es gut und besser ist, meinem Herzen zu folgen, führt mich in die Freiheit, mein Leben authentisch zu leben.

Für alle Hürden, die ich dabei überwinden muss und alle Prüfungen, die mir das Leben stellt, bin ich von ganzem Herzen dankbar. Denn dies zeigt mir immer wieder, dass es sich lohnt.

Geniesse Dein Leben 😉

Die Macht der Entscheidung

Viele Menschen leben ein Leben in Mittelmässigkeit und manche sogar darunter. Einige träumen oder wünschen sich ein Leben in Freiheit, mit Glücksgefühlen, mit Erfolg oder in Erfüllung.

Ich frage mich, wie viele Menschen schon eine bewusste Entscheidung getroffen haben, ein Leben in Freiheit, mit Glücksgefühlen, mit Erfolg, usw. zu leben.

Weißt Du schon, wie Du Dein Leben haben möchtest? Und hast Du auch schon eine klare Entscheidung getroffen, so und so möchte ich es, etwas darunter gibt es nicht?

Viele Menschen wissen aber leider nicht, was sie wollen und darum können sie auch so schlecht eine Entscheidung treffen.

Aber auch das, kann man sich in sein Leben ziehen. Entscheide doch einfach mal: Ich wünsche mir Klarheit in meinem Leben!

Und wenn die Entscheidung dafür getroffen ist, dann strahlt man dies auch ins Universum raus. So wie man auch jeden anderen Gedanken ins Universum ausstrahlt.

Dieser Akt eine Entscheidung zu treffen, hat noch eine sehr angenehme Nebenwirkung. Denn oft hadern wir ja mit uns selbst rum und können uns hier nicht richtig entscheiden und da nicht richtig entscheiden. Sind ständig hin und her gerissen.

In solch einer Situation eine klare Entscheidung zu treffen, befreit, löst und lenkt unsere volle Energie auf das, was wir wollen.

Heute schon entschieden? 😉

Akzeptiere was ist!

Ich habe mich heute wieder genüsslich an das Zitat erinnert:

„Herr, gib mir die Kraft Dinge zu verändern, die ich ändern kann.
Gib mit die Geduld, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
Und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Am Samstag fahre ich mit meiner Familie in die Ferien. Und bis dahin gibt es noch einiges zum Erledigen, damit die 14 Tage hier im Büro reibungslos weiterlaufen. Und zusätzlich sind da noch mein Coaching- und mein Trainings-Konzept, an dem ich so gerne weiterarbeiten würde.

Also mache ich mir schon wieder den Stress, all das in der kurzen Zeit noch reinpacken zu müssen, beziehungsweise zu wollen.

Bevor ich also noch ganz ausflippe, habe ich die zu erledigenden Arbeiten mit der zur Verfügung stehenden Zeit gegenübergestellt und musste feststellen, dass das Zeitkonto im Minus landen wird.

Jetzt könnte ich eigentlich sagen, dass dieser Vorferienstress völlig normal ist und ich mache so weiter bis zum Abwinken.

Wie es aber so ist, habe ich für viele Themen meine Methoden. Mir selber hilft in so einer Situation der mentale Switch mit der Akzeptanz.

„Ändere, was Du ändern kannst und akzeptiere was Du nicht ändern kannst, so wie es ist!“

An der Zeit kann ich also nichts ändern. Übrigens habe ich über das Thema Zeit schon hier geschrieben. Die Arbeiten kann ich priorisieren und dann weglassen, was nicht wichtig ist. Was übrig bleibt, ist eine Situation, die ich kaum noch ändern kann, die ich jetzt aber so akzeptieren kann. Klar, ich könnte Nachtschicht einlegen, aber den Schönheitsschlaf brauche ich schon noch 😉 .

Und, wird die Welt noch so sein wie sie vorher war, wenn ich von den Ferien zurückkomme? Klar! Und das Geschäft wird auch noch am selben Ort stehen und meine Mitarbeiterinnen und meine Kunden immer noch hier sein.

Es steht und fällt sehr vieles mit der eigenen Einstellung, ist jedoch nicht immer einfach, einen Schritt zurück zu machen, die Situation wahrzunehmen und die Einstellung der jeweiligen Situation anzupassen.

Probier es doch einfach mal mit dem obigen Zitat und der Akzeptanz aus und teile mir Deine Erfahrungen mit.

Diese Eigenschaft lernt man übrigens in jedem guten Mentaltraining und natürlich auch im Entspannungs-Training.

Lebe Dein Leben

Einfach keine Zeit!

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Ich habe einfach keine Zeit!

Ja, diesen Spruch hört man doch ziemlich oft und wenn ich ehrlich bin, verwende auch ich diese Aussage hie und da wieder.

Ein Freund von mir wollte mich immer wieder zum Sport animieren, was eine gesunde Beschäftigung wäre. Und es war erstaunlich, was mir für spontane und immer besser werdende Ausreden in den Sinn kamen. Ich fühlte mich schon bald als Schlagfertigkeitskönig 🙂 . Aber sobald die Ausreden dann doch langsam dünner wurden, musste auch ich zur allgemein gültigen Ausrede greifen – sorry, aber ich habe keine Zeit!

Für mich ist diese Aussage einfach nur ein Synonym für „dafür habe ich keine Lust“ oder „ich habe meine Prioritäten anders gesetzt“.

Aber wieso sagen wir dies denn nicht gleich geradeaus? Haben wir Angst, dass wir jemanden verletzen, wenn wir ihm sagen, dass wir keine Lust haben, mit ihm zu joggen? Oder ist es vielleicht noch verletzender, wenn wir sagen, dass wir keine Zeit haben? Aber am meisten bescheissen wir uns selber damit!

Die Zeit ist die einzige Ressource, die für alle Menschen gleich gerecht verteilt ist. Für Kinder und Schüler, für Männer und Frauen, für Angestellte und Manager, für Unternehmer und Hausfrauen, für Lehrer und Eltern.

Ich habe erst kürzlich einen Artikel über einen Vortrag eines Topmanagers eines grossen Weltkonzerns gelesen. Dieser Mann hatte, nebst der Führung von tausenden von Mitarbeitern und eines Grosskonzerns, noch genügend Zeit für eine erfüllende Partnerschaft und ein glückliches Familienleben.

Wie geht denn das, mag man sich denken? Dieser Mann hat einfach seine Prioritäten ganz klar festgelegt und zwar darauf, was für ihn wichtig ist und ihm Kraft gibt. Und dies sind seine Frau und seine Kinder. Und da sind wir wieder bei dem genialen Zitat angelangt: du kannst nur geben, was du hast!

Wenn dieser Topmanager also seine Kraft nicht auftanken könnte, indem er die Zeit mit seiner Familie verbringt, wie sollen dann seine Mitarbeiter seine Power spüren?

Also wenn wir daraus etwas lernen können, dann dass wir unsere Prioritäten auf das legen, was wir gerne machen und was uns Kraft gibt – das ist das Wichtige in unserem Leben! Und dann ist die Kunst an der Geschichte, dass wir das, was uns wichtig ist auch leben und nicht von dem verdrängen lassen, was dringend und meist auch unwichtiger ist.

Was ist Dir in Deinem Leben wichtig? Was macht Dir Spass? Was bringt Dein Herz zum Singen? Und was gibt Dir Kraft?

Entscheide Dich jetzt, heute einen dieser Spass-Faktoren oder dieser Kraft-Rezepte zu leben – und zwar nur für Dich!

Lebe Dein Leben

Übrigens: Andreas hat mich zu diesem Artikel inspiriert. Vielen Dank dafür 😉

Was willst Du in Deinem Leben?

The Law of Attraction (kurz LOA genannt) und auf Deutsch das Gesetz der Anziehung, ist spätestens seit The Secret in aller Munde.

Was bedeutet denn das Gesetz der Anziehung, welches ja seit Anbeginn der Menschheit besteht?

Grob gesagt, heisst das nichts anderes, als dass sich Gleiches und Gleiches anzieht. Ein kleiner Teilbereich aus diesem etwas komplexeren Gesetz ist:

die Energie folgt der Aufmerksamkeit.

Uff, das hört sich ja wie im Physikunterricht an, magst Du jetzt denken … aber keine Angst, obwohl es etwas physikalisches hat, ist es ganz einfach und es geht um Dich, um Dein Leben.

Stelle Dir einen Pflanzensamen vor, den Du in einen Topf in die Erde pflanzt. Du stellst die richtige Erde bereit, gibst jeweils die optimale Menge an Wasser, achtest darauf, dass der Topf an einem guten, sonnigen Platz steht. Kurz, du richtest Deine Aufmerksamkeit ganz auf Dein Pflänzchen und es ist optimal mit Energie versorgt. Klar, dass aus diesem Samen eine Pflanze entsteht – Du richtest auch Deine ganze Aufmerksamkeit darauf.

Und so funktioniert es auch mit Deinen Gedanken-Samen! Was denkst Du den lieben ganzen Tag lang? Worüber sprichst Du mit deinem/r Partner/in und mit Deinen Kollegen? Worauf richtest Du Deine Aufmerksamkeit im Geschäft oder bei anderen Menschen? Siehst Du eher das Positive oder sticht Dir zuerst das Negative ins Auge? Womit nährst Du Deinen Samen?

Wir Menschen haben die Tendenz, unsere Aufmerksamkeit auf das Negative oder auf das zu richten, was uns fehlt. Aber was passiert dann? Fühlst Du Dich dabei besser? Hast Du mehr Freude, mehr Lebenspower? Oder erzeugst Du dabei ein Mangelgefühl?

Mein Tipp ist, versuche doch mal heute ganz bewusst, Deine Aufmerksamkeit auf das Schöne zu richten, auf das zu richten, was Du willst, was Dir Spass macht, was Dich zum Lachen bringt und was Dein Herz höher schlagen lässt. Und dann beobachte, wie es Dir dabei geht.

Mit der Zeit wirst Du bemerken, dass Du immer mehr Gutes in Deinem Leben wahrnehmen kannst. Denn das Gesetz – Energie folgt der Aufmerksamkeit, beginnt zu wirken und Du ziehst das in Dein Leben, was Du willst!

Lebe Dein Leben

Vom Misstrauen zum (Selbst-) Vertrauen

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„Das Vertrauen ist eine zarte Pflanze. Ist es einmal zerstört, so kommt es so bald nicht wieder.“
(Otto Fürst von Bismarck)

Ein schönes Zitat, dass uns Herr von Bismarck hier liefert, mit dem ich aber nur halb einverstanden bin.

Das Vertrauen ist tatsächlich wie eine Pflanze. Bei manchen Menschen ist es eine zarte Pflanze und bei anderen Menschen vielleicht ein grosser Baum, der kaum erschüttert werden kann, je nach Urvertrauen.

Das Urvertrauen entwickelt das Baby und das Kleinkind, wenn es zum Beispiel  gut versorgt wird, wenn es etwas braucht und wenn eine Bezugsperson für das Kind da ist, wenn es umfällt und sich wehtut. Und wenn es in den folgenden Kinderjahren so weitergeht, kann das Vertrauen zu einem starken Baum werden.

Kriegt ein Kind von seinen Bezugspersonen dies alles nicht mit oder wird das Vertrauen sogar missbraucht, so fehlt diesem Menschen das Urvertrauen und es entsteht tatsächlich eine zarte Pflanze, die leicht erschüttert werden kann.

Vertrauen oder Misstrauen?

„Ist das Vertrauen einmal zerstört, so kommt es so bald nicht wieder.“

Jein, ist meine ganz persönliche Meinung.

Was ist denn das Gegenteil von Vertrauen? Genau, Misstrauen. Und soll ein Mensch jetzt, wo er mal enttäuscht worden ist und das Vertrauen verloren hat, bis ans Ende seines Daseins in Misstrauen leben?

Eine andere Frage. Was denkst Du, hat eine bessere Schwingung, eine stärkere Energie, lässt Dich besser fühlen und charismatischer wirken – Vertrauen oder Misstrauen?

Es kann doch wirklich nicht sein, wenn ein Mensch das Vertrauen verloren hat, nur noch im Misstrauen lebt, oder? Wenn Du vielleicht das Gefühl hast, dass Du in einem Bereich Deines Lebens das Vertrauen verloren hast, vielleicht im Bereich der Beziehungen, der Finanzen oder in den Staat, dann überlege Dir doch mal, ob Du in den letzten zwei Jahren, trotz dieses Misstrauens, nicht auch enttäuscht worden bist.

Sehr wahrscheinlich, bist Du trotzdem enttäuscht worden. Denn das Misstrauen ist kein Gegenmittel, das Dich vor Enttäuschungen schützt. Ganz im Gegenteil!

Wenn Du misstrauisch bis, dann hast Du quasi Angst, in einem bestimmten Bereich das letzte Fünkchen Vertrauen zu verlieren oder Du erwartest sogar, dass Dich Deine Partner, die Politiker oder die Banker enttäuschen.

Du gibst Energie in etwas, was Du nicht willst, ja, was Du sogar vermeiden möchtest. Aber indem Du Energie in etwas steckst, nährst Du es – wie eine zarte Pflanze! Und diese Pflanze des Misstrauens wächst und Du ziehst solche Situationen an, die Dich bestätigen werden. So treu nach dem Gesetz der Anziehung!

Es ist Deine Entscheidung

Es liegt ganz an Dir zu entscheiden, ob Du eine Pflanze des Misstrauens oder ein Baum des Vertrauens nähren möchtest.

Es ist Deine Entscheidung, ob Du Dich gut fühlen möchtest oder ängstlich auf die neue Enttäuschung warten möchtest.

Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es tatsächlich nicht einfach ist, verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen. Aber ich weiss auch, dass es möglich ist. Und ich weiss auch, wie es sich anfühlt, wenn das Vertrauen zurückkommt, wenn Du Dir selber wieder vertrauen kannst, dem Leben vertrauen kannst und Menschen, die Dir wichtig sind, wieder vertrauen kannst.

Es ist ein sehr, sehr gutes Gefühl. 🙂

Vertrauen aufbauen

Wenn Du möchtest, versuche doch heute mal in irgendeinem Bereich, bewusst Vertrauen wahrzunehmen. Sei es in Deiner Beziehung zu einem Menschen, zu Dir selber oder einfach in Dein Leben. Und wenn Du Lust hast, machst Du morgen weiter. Jeden Tag, Schritt für Schritt.

Nach kurzer Zeit wirst Du dann erkennen, ob Du Vertrauen schenkst oder ob Du Vertrauen erhältst. Denn auch hier solltest Du auf das Gleichgewicht von Geben und Nehmen achten.

Und so kann Dein Vertrauen, stetig wachsen und gedeihen und zu einem grossen, starken Baum anreifen.

Lebe Dein Leben!

Steh’ auf und geh’ weiter!

Als Kleinkinder, wenn wir gehen lernen, fallen wir so oft um und stehen immer wieder auf, bis wir es fertig bringen, auf unseren kleinen, wackligen Beinchen zu stehen und einen Schritt zu wagen. Und dann noch ein Schritt und noch einen. Und wenn wir hinfallen, dann stehen wir auf und versuchen es weiter. Und zwar so lange, bis wir gehen können.

Als etwas grössere Kinder machen wir es genau so. Vielleicht beim Fussball spielen, beim Tanzen, bei den Hausaufgaben, ja überall, wo wir etwas lernen. Wir probieren etwas aus, machen Fehler, vielleicht fallen wir sogar hin. Und dann stehen wir auf, versuchen es wieder und wieder und wieder. Bis wir das Tor treffen und mindestens 20 Mal mit dem Fuss jonglieren können, bis die Pirouette klappt oder das Einmaleins intus ist.

Ja, wir lernen durch Erfahrungen. Und in unserem Leben lernen wir sehr viel und machen sehr viele Erfahrungen. Je älter wir werden, desto schwieriger können auch  unsere Erfahrungen werden, denn wir wollen uns weiterentwickeln!

Sicher? Oder ist es so, dass wir, je älter wir werden, weniger Fehlschläge ertragen oder sogar so konditioniert worden sind, dass unser Selbstwertgefühl keine Fehlschläge mehr zulässt?

Wie oft sehen wir Menschen in unserem Umfeld, die hinfallen, am Boden liegen und sich kaum noch bewegen. Oder vielleicht kennst Du das Gefühl auch selber, dass Du eine schmerzliche Erfahrung gemacht hast, in eine Lebenskrise geraten bist und kaum mehr Kraft gefunden hast, wieder aufzustehen?

Wenn wir das als Kind getan hätten, dann würden wir heute immer noch am Boden rum riechen!

Aber oft ist es in so einer Situation einfach sehr schmerzlich und auch kaum möglich wieder aufzustehen. Jemand der das bewundernswert und unglaublich berührend immer wieder schafft, ist Nick Vujicic.

Das Video gibt es nur auf Englisch, aber auch für die, die Englisch nicht so gut verstehen, ist das Video und vor allem Nick’s Botschaft unmissverständlich. Ich wünsche mir, dass diese Botschaft in die Welt getragen wird und vielen Menschen geholfen werden kann.

Also, wenn wir wieder mal glauben, alles richte sich gegen uns und wir am Boden liegen und keine Lust oder keine Kraft mehr haben aufzustehen, dann denken wir doch einfach an Nick und tun das, was wir als Kind schon immer gemacht haben:

Steh‘ auf und lebe Dein Leben! Du kannst es, denn Du hast es Dir schon so oft selber bewiesen.

Uns sollte es doch mal nicht mehr weitergehen, sollte Dir die Kraft fehlen oder Dich etwas behindern, weiter zu kommen, dann melde die sofort bei Deinem Holistic-Coach. Manchmal braucht es Menschen, die einem die Hand reichen, damit man aufstehen und weitergehen kann.