Das Schöne am Leben

Orchidee_Tanja

Manchmal, wenn wir in einer Krise stecken, dann sehen wir alles nur noch Schwarz oder wenigstens Grau. Unser Blick ist meistens auf den Boden gerichtet und wir wälzen uns in unseren schlechten Gefühlen. Und wenn wir uns noch etwas Gutes tun wollen, dann tun wir uns selber sogar noch leid.

Und dann kommt da plötzlich ein Mensch, voller Freude und Optimismus und sagt: wie ist doch das Leben schön. Du sollst das Leben geniessen. Geh raus und beobachte, freue Dich und geniesse die Freiheit.

Okay!?! Je nachdem wie viel Bock oder Kraft man gerade hat, aus seinem Loch zu kriechen, schiesst man so einen Vorschlag auf den Mond oder man nimmt ihn dankbar an.

Und genau darum geht es. Je dunkler die Wolken um uns sind, desto mehr müssen wir versuchen, die kleinen, schönen Dinge des Alltags zu erkennen und zu geniessen. Ich weiss, manchmal ist es einfacher, sich in seinem Schmerz zu suhlen.

Ich möchte nicht, dass Du die schlechten Gefühle unterdrückst. Aber solange wir uns in ihnen wälzen und uns darauf konzentrieren, kommen wir bestimmt nicht raus. Denn die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Und wenn Du immer nur auf das negative Gefühl konzentriert bist, dann ziehst Du noch mehr Situationen an, die Dir ein schlechtes Gefühl bringen werden.

Also versuchen wir doch das Schöne rund um uns herum zu sehen und zu geniessen. Das Schöne in unserem Leben, das Schöne in unserem Alltag. Es sind die kleinen Dinge, die täglich unser Herz zum Lachen bringen können.

Der Sonnenaufgang am Morgen, ein Regentropfen, der an Deinem Fenster runterkullert, ein schöner Song im Radio, das Vogelgezwitscher oder ein Schmetterling, der an Dir vorbeifliegt. Ein Lächeln eines Unbekannten auf der Strasse, ein Gedanke an einen liebevollen Menschen oder die Umarmung Deines Kindes. Der Cappuccino am Morgen oder das Schaumbad am Abend. Der angenehme Duft in Deiner Wohnung oder die weisse Orchidee, die Dich vielleicht an die Liebe erinnert.

Es gibt so viele Schöne Dinge in unserem Leben, dass wir es kaum noch sehen können. Und wenn wir die kleinen Dinge nicht sehen und schätzen, wie sollten wir dann das Grosse überhaupt erkennen und schätzen?

Lebe und geniesse Dein Leben 😉

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Es gibt Situationen, in denen man gegen sein Herz entscheidet. Das merkt man, wenn es nach der Entscheidung im Brustkorb schmerzt, wie wenn man da eine echte Wunde hätte.

Das soll jetzt aber nicht heissen, dass man seinen Herzenswunsch aufgeben soll. Auf keinen Fall!! Hier habe ich ja schon geschrieben, wie wichtig es ist, seinem Herzen zu folgen.

Aber vielleicht ist ja einfach die Zeit noch nicht reif dazu oder es fehlt noch etwas Bestimmtes. Und wenn das so sein sollte, dann ist Geduld gefragt. Eine Tugend, die mir nicht unbedingt in den Schoss gefallen ist ;-).

Aber zum Glück gibt es bei DOKS und EFT den Geduldspunkt, den man in solchen Situationen klopfen oder massieren kann.

Dieser Punkt liegt auf dem Knochen an der Aussenseite der Augen. Die Affirmation die Du während dem Klopfen sagen könntest:
„Ich liebe und akzeptiere mich, auch mit dieser/meiner Ungeduld und diesem Frust und ich wähle jetzt, mit mir und anderen in Freude geduldig zu sein“.

Es kann auch sein, dass es zusammen mit der Ungeduld noch am Mangel an (Ur)-Vertrauen liegt. Hier noch eine Affirmation, die ich verwende, während ich die Handkante (Karatepunkt) und den Thymuspunkt (auf dem Brustbein) abwechselnd klopfe:
„Ich liebe und vertraue, bin dankbar und mutig. Ich vertraue dem Leben und dem Universum und ich vertraue mir, dass alles in meinem Leben und in jeder Beziehung immer besser und besser wird.“

Ich wünsche geduldiges klopfing 😉

P.S.

Habe soeben auf Gabas-Blog eine interessante Werkzeugkiste für unangenehme Gefühle entdeckt. Es lohnt sich also, auch diese Werkzeugkiste mal zu öffnen. Vielen Dank Gaba, für den interessanten Artikel.

Die Kunst dem Herzen zu folgen

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Schnell hat man es doch gesagt: Hör einfach auf Dein Herz und folge ihm!

Aber Hallo! Hat jemand eine Bedienungsanleitung die mir zeigt, wie das gehen soll? Wie merke ich denn, dass ich meinem Herzen folge? Was für ein Gefühl stellt sich da ein?

Dass es eben doch nicht so einfach ist, habe ich in letzter Zeit selber erfahren müssen.

Wenn man sich aber der Ruhe hingibt und sich in der Meditation in mögliche Situationen hineinversetzt, spürt man sehr genau, wohin das Herz will.

Spätestens wenn der Verstand wieder einsetzt, kommt auch der Zweifler mit ins Spiel, der all unsere Herzens-Träume zunichte macht und uns wieder mit dem Kopf leben lässt.

Ja, manchmal ist es wirklich nicht einfach, seinem Herzen zu folgen. Oft hängt man am Bestehenden, möglicherweise hat das Herz mehrere Optionen offen, manchmal muss man etwas loslassen und in einigen Fällen sogar sein ganzes Leben auf den Kopf stellen.

Aber was kommt danach? Wenn ich mich dem Herzen hingebe und ihm folge, wird dann alles besser? Bin ich dann zufriedener, bin ich frei? Oder ist alles komplizierter und gar nicht besser als vorher?

Leider kann man das im Voraus nicht sagen. Diese Sicherheit hat man einfach nicht! Wir Menschen sind ja von zwei Grundmotiven gesteuert: Freude erzeugen und Schmerzen vermeiden. Und darum ist es auch schwierig, das Alte loszulassen, weil das in der Regel Schmerzen verursacht und wir nicht die Sicherheit haben, dass das Neue mehr Freude erzeugen wird, als die Schmerzen es wären.

Und so denke ich, dass dies sicher einer der Gründe ist, warum viele von uns nicht das Leben des Herzens leben, sondern immer im gleichen Beruf stecken, dem gleichen Hobby nachgehen, im selben Geschäft einkaufen, und so weiter.

Aber dann gibt es da ja noch einen Nachteil! Wenn man sein Herz öffnet, um ihm zu folgen, sind wir ja verletzlich, angreifbar.

Ist man das aber nur mit einem offenen Herzen? Kann man mit „Mauern“ um das Herz nicht verletzt werden? Okay, es ist vielleicht nicht derselbe Schmerz, aber verletzlich sind wir allemal. Ob wir verschlossen oder offen sind.

Ich habe mich selber erwischt, wie ich mich denken hörte, dass es doch leichter sei, mein Herz zu verschliessen und dafür den Schmerz nicht ertragen zu müssen.

Aber Nein! Eben gerade diese Verletzlichkeit anzunehmen und mit einem tiefen Vertrauen, dass es gut und besser ist, meinem Herzen zu folgen, führt mich in die Freiheit, mein Leben authentisch zu leben.

Für alle Hürden, die ich dabei überwinden muss und alle Prüfungen, die mir das Leben stellt, bin ich von ganzem Herzen dankbar. Denn dies zeigt mir immer wieder, dass es sich lohnt.

Geniesse Dein Leben 😉